FAIRNESS BEIM FILMEMACHEN – SEGEN ODER FLUCH?

TEIL 1 – FAIRES FILMEMACHEN

Neue Filme braucht das Land! Am besten von neuen Filmemacher:innen! Dieser Ruf hallt seit Jahren durch die deutschen Redaktionen und Produktionsfirmen. Autor:innen mit Migrationshintergrund, aus bildungsfernen Milieus oder mit einer sexuellen Orientierung jenseits der Cis-heteronormativen werden händeringend gesucht, auch, weil es gilt, Quoten zu erfüllen. So wichtig es ist, die Türen weit zu öffnen für alle, die noch nicht aktiver Teil der Branche waren oder sind: Führen diese Ansagen wirklich zu mehr Vielfalt der Geschichten, zu einer Verbesserung der erzählerischen Qualität oder verhindert eine überschießende Identitätspolitik die Entwicklung origineller, komischer, politisch auch mal unkorrekter Stoffe? Kollidiert der Wunsch nach Steuerung solcher Prozesse nicht mit der kreativen Freiheit der Macher:innen? Wie autonom können Kreative unter diesen Anforderungen noch arbeiten? Und welche Kreativen werden das dann sein?

TEIL 2 – HAT QUALITÄT EIN ALTER?

Die Forderung nach mehr Fairness gegenüber Frauen in der Regie machte vor Jahren den Anfang. Jetzt wird die Forderung laut, vor allem jüngere Regieführende und Autor:innen zu beschäftigen. Verdiente Regiekolleginnen und -kollegen, erfahrene Autor:innen finden keine Arbeit, obwohl in der Branche Vollbeschäftigung herrscht. Brisanter Weise trifft es auch diejenigen, die sich seinerzeit für mehr Gendergerechtigkeit eingesetzt haben. Das alles geschieht auf Anweisung der Sender. Doch geht es dabei wirklich um einen jüngeren Bick auf Geschichten oder am Ende doch nur um Geld? Ist dieses Vorgehen der richtige Weg, um die Qualität des deutschen Films zu verbessern? Und kommt dieser Trend wirklich bei allen an? Wie geht es den älteren, wie den jüngeren Kolleginnen und Kollegen wirklich?

EIN PANEL IN ZWEI RUNDEN –
GESPRÄCHE VON DREHBUCH UND REGIE

MI 23.11.2022, 19.00–21.00 UHR,
SPIEGELSAAL

MODERATION
KARSTEN UMLAUF, SWR

ES DISKUTIEREN

JULIA KELLER
Gründerin serial connect, Drehbuchautorin

GABRIELE WALTHER Produzentin, caligari film, ProduzentenAllianz

STEFANIE REN Drehbuchautorin

NGO THE CHAU Regisseur

IMMOGEN KIMMEL Regisseurin BVR

SOPHIE SEITZ Redakteurin WDR

OLIVER BAUMGARTEN Ehemaliger Künstlerischer Leiter 
Filmfestival Max Ophüls Preis

SEBASTIAN ANDRAE Drehbuchautor VDD

 

VERANSTALTER
VERBAND DEUTSCHER DREHBUCHAUTOREN (VDD) UND BUNDESVERBAND REGIE (BVR)

THINKTANK: DIE ZUKUNFT DES FERNSEHENS

Skandale erschüttern den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, das Durchschnitts­alter seiner Zuschauer:innen liegt bei 62 Jahren, die Konkurrenz der Streamer ist erdrückend, die kulturelle wie gesellschaftspolitische Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Systems wird hinterfragt. Doch obwohl die Zeichen auf Sturm stehen, bewegt sich in den Sendern so gut wie nichts, wirkt das, was man dem Publikum präsentiert, uniform und ambitionslos. Dabei braucht es in der Krise vor allem neue Ideen, starke Impulse und Programm, Programm, Programm! Aber nicht irgendein Programm, das einfach nur Sendeminuten füllt: Es muss inhaltlich markant, mit Herzblut erzählt und hervorragend umgesetzt sein.

Wir, die Autor:innen und Regisseur:innen, stehen bereit, dieses zu liefern.
Wir sind bereit, in einen intensiven Dialog mit Produktionsfirmen und Sendern einzusteigen. Denn Kreative und Sender können nur gemeinsame ihre Zukunft gestalten.

Bei dieser Veranstaltung schaffen VDD & BVR eine Plattform, um in kleinen Gruppen zu konkreten Fragestellungen ins Gespräch zu kommen.
Wir wünschen uns, dass sich offene Menschen treffen, die miteinander über
ihre Ideen reden und die den einen oder anderen Stein ins Rollen bringen.
Lassen wir uns überraschen!

DO 24.11.2022, 10–14 UHR,
SPIEGELSAAL

LEITUNG
Regine Bielefeldt, Verband Deutscher Drehbuchautoren
Jobst Christian Oetzmann, Bundesverband Regie (BVR)

ANMELDUNG ERFORDERLICH AN
event@drehbuchautoren.de
Die Anzahl der Teilnehmer:innen ist beschränkt.

VERANSTALTER
Verband Deutscher Drehbuchautoren (VDD) und Bundesverband Regie