ROSE
Im 17. Jahrhundert taucht in einem abgelegenen protestantischen Dorf in deutschen Landen ein mysteriöser Soldat auf. Der kleine, ruhige Fremde, dessen Gesicht von einer Narbe entstellt ist, gibt sich als Erbe eines verlassenen Gehöfts aus. Um seinen Anspruch zu untermauern, legt er den misstrauischen Dorfbewohnern ein Dokument vor. Mit der Zeit geben sie ihre Zweifel auf. Er erweist sich als fleißiger und gottesfürchtiger Mann und wird Teil der Gemeinschaft, wenngleich sein Wunsch nach Zugehörigkeit auf einer unhaltbaren Lüge fußt. Die wahre und verworrene Geschichte einer Land-und-Leute-Betrügerin, die als Frau geboren wurde, sich wie ein Mann verhielt und ein ganzes Dorf täuschte.
Nominiert für den MDM Filmgewerkepreis
Produktionsleitung: JÖRG LASSAK
Begründung der Nominierung: Ein Team über Ländergrenzen hinweg zusammenzustellen, Roses Zufluchtsort mitten in ein idyllisches Tal im Harz zu bauen, einen zweigeteilten Dreh zu verschiedenen Jahreszeiten zu realisieren und gemeinsam mit Szenen-, Kostüm- und Maskenbild eine Welt zu erschaffen, die das 17. Jahrhundert körperlich spürbar macht: die Herausforderungen waren groß und Jörg Lassak hat sie mit Bravour gemeistert. Und das mit einer Empathie und Nahbarkeit, die ihresgleichen suchen.