NÜRNBERG 45 – IM ANGESICHT DES BÖSENalle ARD-Anstalten, federführend NDR/BR
Das Doku-Drama „Nürnberg 45 - Im Angesicht des Bösen“ erzählt die Ereignisse von Nürnberg aus der Perspektive zweier junger Holocaust-Überlebender: Ernst Michel, damals 22 Jahre alt, und Seweryna Szmaglewska, damals 29 Jahre alt.
Ernst Michel stammt aus Mannheim und ist im Gerichtssaal der jüngste unter den Journalisten aus aller Welt – zudem der Einzige, der ein Konzentrationslager überlebt hat. Es ist nahezu unerträglich für ihn, Tag für Tag den Verantwortlichen für das Leid seiner Familie gegenüberzusitzen. Doch als Reporter muss er objektiv und neutral berichten. Seine überzeugende Arbeit bringt ihm sogar die Aufmerksamkeit des Angeklagten Nummer eins ein, Hermann Göring, der ihn als einzigen Journalisten zu einem Gespräch in seine Zelle einlädt.
Seweryna Szmaglewska ist polnische Widerstandskämpferin und überlebte mehr als zweieinhalb Jahre in Auschwitz-Birkenau. Sie ist eine von nur zwei Frauen, die beim Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess als Zeugin aussagen sollen. Die belastende, nervenaufreibende Wartezeit weckt Erinnerungen an ihre Leidenszeit und an ihren Verlobten Witold, der ebenfalls Häftling in Auschwitz war und von dem jede Spur fehlt.
Ergänzt werden die Spielszenen des Dokudramas durch Interviews mit Ernst Michels Tochter Lauren, die erstmals den Gerichtssaal in Nürnberg besucht, in dem ihr Vater saß, sowie mit Seweryna Szmaglewskas Sohn Jacek. Die Spielszenen des Dokudramas werden durch restaurierte und teilweise kolorierte Archivbilder ergänzt.